Jede Erkältung trainiert das Immunsystem

Vor allem, wenn die Kleinen in der Krippe, im Kindergarten oder in der Schule in engen Kontakt mit anderen Kindern kommen, haben Erkältungserreger leichtes Spiel. Sie werden durch Tröpfchen übertragen, also zum Beispiel beim Niesen oder auch ganz einfach beim Sprechen. Neben Tröpfcheninfektionen sind Schmierinfektionen ebenfalls eine Hauptansteckungsquelle. Gerade kleinere Kinder nehmen auch gerne Gegenstände in den Mund, so dass beispielsweise beim Spielen mit gemeinsamem Spielzeug Erreger leicht direkt übertragen werden können.

Mit Kleinkindern bis zu vier Jahren sollten Sie bei Erkältungssymptomen und insbesondere dann, wenn das Kind schlapp und teilnahmslos wirkt, lieber zum Arzt gehen.

Wie behandeln?

Sollte Ihr Kind an Husten, Schnupfen, Fieber und Halsweh im Rahmen einer Erkältung leiden, sollten Sie gewisse Tipps berücksichtigen. Der kleine Organismus reagiert auf bestimmte Wirkstoffe – auch pflanzliche – teilweise anders als Erwachsene. Kinder benötigen daher oft geringere Dosierungen. Fragen Sie deshalb in der Apotheke gezielt nach Erkältungspräparaten, die speziell für Kinder geeignet sind. Erkundigen Sie sich zudem nach der Altersempfehlung für das Präparat.

In der Regel sind bei den Kleinen gut verträgliche pflanzliche oder homöopathische Mittel, wie z. B. Meditonsin (erhältlich als Tropfen und Globuli / Streukügelchen in der Apotheke), zur Behandlung von Erkältungen gut geeignet. Oftmals haben diese Medikamente eine bessere Verträglichkeit als chemisch-synthetische Arzneimittel. Zusätzlich können Sie zur Linderung akuter Beschwerden begleitend auch unterschiedliche Hausmittel einsetzen.

Die Bettruhe während einer Erkältung macht kleine Patienten meist ungeduldig. Ihr Kind bleibt freiwillig liegen, sollte es ihm entsprechend schlecht gehen. Vertrauen Sie deshalb auf das eigene Körpergefühl Ihres Kindes. Wenn es aufstehen möchte, achten Sie darauf, dass es sich nicht zu früh überanstrengt und warm genug angezogen ist.

Wichtig: Toben und körperliche Anstrengung sind tabu bis auch das letzte Symptom abgeklungen ist.

Kranksein ist immer „doof“. Deswegen können Sie dem kleinen Patienten einen Platz auf dem Sofa einrichten, damit er nicht den Anschluss an das Familienleben verliert oder sich allein fühlt. Lustige Spiele und Lesestoff machen das Kranksein vielleicht ein bisschen weniger schlimm.