Homöopathie bei Erkältung

Klassische homöopathische Arzneimittel wirken nach dem Ähnlichkeitsprinzip (Simileprinzip). Das bedeutet: Natürliche Substanzen, die unverarbeitet bei gesunden Menschen Krankheitssymptome hervorrufen können, werden in der Homöopathie bei Kranken in entsprechend geringer – homöopathischer – Dosis gegen genau diese Beschwerden eingesetzt. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden durch die homöopathischen Wirkstoffe stimuliert, so dass der Körper schneller gesundet und die Symptome einer Erkrankung gelindert werden können.

 

 

Die Homöopathie verwendet mehr als 1.400 pflanzliche, tierische und mineralische Substanzen. Homöopathische Arzneimittel sind laut Definition der EG-Richtlinien nach einer Herstellungsvorschrift des Europäischen bzw. des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) herzustellen. Ausgehend von einer sogenannten Urtinktur werden sie meist nach festen Vorgaben stark potenziert, das heißt sie werden wiederholt – meist im Verhältnis 1:10 oder 1:100 – mit der Trägersubstanz Wasser oder Ethanol vermengt oder mit Laktose verrieben. Dieser Vorgang wird in der Homöopathie auch als „Dynamisieren“ oder „Energetisieren“ bezeichnet. Bei diesem Vorgang wird die „Information“ der Substanz, das heißt ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften, auf die Trägersubstanz übertragen. Durch Potenzierung können ca. 40.000 gängige homöopathische Einzelmittel hergestellt werden.

 

 

Die homöopathische Heilmethode wurde im 18. Jahrhundert durch Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt und Chemiker, begründet. Heute existieren verschiedene Richtungen der Homöopathie. So hat sich neben der Verwendung von sogenannten Einzelmitteln auch zunehmend die Verabreichung von Kombinationen von verschiedenen Zubereitungen (Komplexmittel) für ein bestimmtes Anwendungsgebiet durchgesetzt.

Aktiviert die Selbstheilungskräfte

Homöopathische Arzneimittel können in flüssiger Form, als sogenannte Dilution, und in fester Form als Tabletten oder Globuli (Streukügelchen) verabreicht werden.

Die Inhaltsstoffe homöopathischer Arzneimittel geben dem Körper gezielt Impulse zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte, um sich so gegen die Krankheit zur Wehr zu setzen. Homöopathische Arzneimittel genießen eine hohe Akzeptanz und Beliebtheit in der deutschen Bevölkerung. So zeigt eine repräsentative Befragung des Deutschen Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH),  dass fast jeder Deutsche homöopathische Arzneimittel kennt und jeder Zweite bereits solche Arzneimittel angewendet hat. Und das nicht ohne Grund: Homöopathische Arzneien haben eine hohe Verträglichkeit und in der Regel wenige bis keine Nebenwirkungen, wodurch sie besonders schonend sind. Aus diesem Grund sind homöopathische Arzneimittel auch hervorragend zur Behandlung von Kindern geeignet. Das bestätigt auch eine bevölkerungsrepräsentative Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Gut drei Viertel der Verwender beschreiben Homöopathika ausdrücklich als nebenwirkungsarm, etwa zwei Drittel als besonders gut verträglich.

 

Verträglichkeit homöopathischer Arzneimittel

 

Aus verschiedenen homöopathischen Einzelmitteln kombinierte Präparate nennt man Komplexhomöopathika. Bei dieser Zusammensetzung werden verschiedene Einzelmittel mit sich ergänzenden Wirkungen kombiniert, um bestimmte Krankheiten wirksamer zu behandeln. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, ein großes Spektrum von Symptomen mit einem einzigen homöopathischen Präparat, wie z. B. Meditonsin (erhältlich als Tropfen und Globuli / Streukügelchen in der Apotheke), abzudecken und kann die häufig mühsame, weil individuelle Suche nach dem passenden Einzelmittel vermeiden.